<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" >

<channel><title><![CDATA[anthroposophy - Peri-Anthroposophie]]></title><link><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy]]></link><description><![CDATA[Peri-Anthroposophie]]></description><pubDate>Mon, 22 Dec 2025 19:16:09 +0100</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[ERWACHEN im Jahr 2022]]></title><link><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/erwachen]]></link><comments><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/erwachen#comments]]></comments><pubDate>Sun, 13 Feb 2022 10:55:57 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/erwachen</guid><description><![CDATA[Man spricht gerne vom Erwachen. Aber was ist damit eigentlich gemeint?Zun&auml;chst mal muss ich mich fragen: Wer soll erwachen? Diese Frage kann sich jeder Mensch stellen. Und jeder Mensch kann antworten: Ich soll erwachen. Es kann einem dabei auffallen, dass jeder Mensch, egal wie verschieden er sonst von allen anderen sein man, zur genau selben Antwort kommt: Ich soll erwachen. Das Subjekt der Aussage ist immer das gleiche: Ich. Es scheint hier zumindest rein formal keine Differenzierungen zu [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Man spricht gerne vom Erwachen. Aber was ist damit eigentlich gemeint?<br />Zun&auml;chst mal muss ich mich fragen: Wer soll erwachen? Diese Frage kann sich jeder Mensch stellen. Und jeder Mensch kann antworten: Ich soll erwachen. Es kann einem dabei auffallen, dass jeder Mensch, egal wie verschieden er sonst von allen anderen sein man, zur genau selben Antwort kommt: Ich soll erwachen. Das Subjekt der Aussage ist immer das gleiche: Ich. Es scheint hier zumindest rein formal keine Differenzierungen zu geben: jeder Mensch bezeichnet sich selbst als Ich, ohne sich dadurch in seiner individuellen Freiheit eingeengt zu f&uuml;hlen. Jeder hat zwar eine ganz andere Vorstellung davon, wer dieses Ich eigentlich sei, das Wort jedoch ist dasselbe und niemand st&ouml;rt sich daran. Nur wenn einer sich ganz besonders wichtig nimmt, kann er in Versuchung geraten, in der dritten Person von sich selbst zu sprechen. Aber bei erwachsenen Menschen wird das immer seltener zu beobachten sein. Die Meisten begn&uuml;gen sich mit dem Ich, das sie als Pronomen mit allen Menschen teilen m&uuml;ssen. Es scheint also, das etwas in allen Menschen erwachen soll, was alle Menschen gemeinsam haben: das Ich eben.&nbsp;<br /><br /><br />Da dieses Ich von allen Menschen als ihre ureigenste Person empfunden wird, w&auml;re es vielleicht treffender, diesem Pronomen einen weiblichen oder einen m&auml;nnlichen Artikel, statt des s&auml;chlichen zu geben: der Ich oder die Ich. Man k&ouml;nnte also sagen: der Ich - genauso wie man sagt: der Mensch. Oder: die Ich-Wesenheit. Durch den Gebrauch des s&auml;chlichen Pronomens entsteht n&auml;mlich der Eindruck, dass das uns-alle-vereinende Ich etwas sei, das keine Anzeichen von Pers&ouml;nlichkeit an sich trage, also eine Art neutraler Hintergrund, auf dem wir alle frei unsere Pers&ouml;nlichkeiten entwickeln k&ouml;nnen. Diese letztere Meinung findet man in der Philosophie, in der Wissenschaft und sogar in der Religion vielfach vertreten. Es w&auml;re heutzutage f&uuml;r viele Menschen ein geradezu unertr&auml;glicher Gedanken, wenn jene Wesenhaftigkeit des Ich, die uns alle erst zu Menschen macht, selbst mit Pers&ouml;nlichkeit begabt w&auml;re. Hingegen war es in fr&uuml;heren Zeiten noch eine nat&uuml;rliche Reaktion gewesen, sich jedes h&ouml;heres Wesen mit pers&ouml;nlichen Eigenschaften vorzustellen. Je mehr der Mensch sich aber mit Hilfe seines Verstandes aus den nat&uuml;rlichen Lebensbedingungen emanzipierte, desto st&auml;rker wurde in ihm auch der Drang, sich den Hintergrund der Welt, in der wir uns alle entwickeln, unpers&ouml;nlich vorzustellen.&nbsp;<br /><br /><br />Ich soll also erwachen. Um das sagen zu k&ouml;nnen, muss ich ja schon ein wenig wach, zumindest aus dem Schlaf aufgewacht. Es kann aber schon im Traum geschehen, dass der Mensch sich bewusst wird: Ich will aufwachen. Er muss dazu dann normalerweise die Augen &ouml;ffnen. Verallgemeinert: er muss seine physischen Sinne aktivieren. Sobald er seine Umwelt mit den physischen Sinne wahrnimmt, wacht er auf. Wer wacht auf? Ich wache auf. Und wo ist der Unterschied zwischen dem vorigen Traum- oder Schlafzustand und dem jetzigen Wachzustand? Im Wachzustand stellt sich mir eine Welt entgegen, die ich nicht bin. Hingegen lebte ich im Traumzustand noch so sehr in mir selbst, dass ich weder meinen eigenen Leib noch andere Gegenst&auml;nde als von mir unabh&auml;ngige Wirklichkeiten wahrnehmen konnte. Im Traum stie&szlig; sich eine undefinierbare Empfindung meiner Leiblichkeit an Vorstellungen, die nur eine schwache Autonomie vorweisen k&ouml;nnen.&nbsp; Es ist im Traum leicht feststellbar, wie stark alle Vorstellungen von mir selbst abh&auml;ngen, auch wenn sie eine gewisse Unabh&auml;ngigkeit zu zeigen scheinen, die&nbsp; ja das Tr&auml;umen erst interessant macht. Dass die Traumbilder sich nach scheinbar eigenen Regeln verwandeln, und dabei trotzdem nicht unsere seelische Innerlichkeit verlassen, macht das Tr&auml;umen bei den Menschen so beliebt. Der Mensch lebt im Traum in einem intimen Selbstbewusstsein, das zwar schwach ist, aber ihn deshalb auch nicht zwingt, sich mit der Welt in ihrer Eigenschaft eines Nicht-Ichs zu konfrontieren. Hingegen ist er im Schlaf so tief in sein Ich eingesunken, dass er weder von diesem noch von der Welt ein Bewusstsein hat. Die Vorstellung, dass das Ich ein unpers&ouml;nlicher Weltenhintergrund sei, kommt also nicht nur aus dem abstrakten Denken, sondern auch aus der bewusstlosen Schlaferfahrung.&nbsp;<br /><br /><br />Wenn ich aber nun mal aufgewacht bin, weil ich die physischen Sinne meines Leibes benutze, dann bin ich auf der Ebene des Gegenstandsbewusstsein. Die Welt stellt sich mir als undurchdringliches Nicht-Ich entgegen. Dadurch stabilisieren sich sowohl mein Ich-Bewusstsein als auch meine Vorstellungen von der Welt. Ich erlebe intensiv, dass mein Ich nicht identisch mit der Welt ist, und werde mir deshalb erst bewusst, ein Ich zu sein. Weil ich f&uuml;r das Erleben des Gegenstandsbewusstsein jedoch einen physischen Leib benutzen muss, verbindet sich mein Ich-Bewusstsein zun&auml;chst untrennbar mit diesem. Diese Verschmelzung reicht so weit, dass ich anf&auml;nglich mein Ich mit jenem Leib identifiziere. Es f&auml;llt mir zun&auml;chst gar nicht auf, dass jener Leib ebenso ein Teil der Welt, also des Nicht-Ich, ist. Ich erlebe mich selbst als Gegenstand unter Gegenst&auml;nden, und nenne diese Verh&auml;ltnis: Ich und die Welt.&nbsp;<br /><br /><br />Es entsteht aus diesem Zustand, der zwar auf einem Irrtum beruht, in dem die Wahrheit aber trotzdem vorhanden ist, eine neue Vorstellung, die es ohne diesen Zustand niemals h&auml;tte geben k&ouml;nnen: es entsteht die Vorstellung von mir selbst als Einzelwesen. Obwohl ich mich, gemeinsam mit allen anderen Menschen, Ich nenne, stelle ich mir doch vor, mein Ich sei individuell.&nbsp; Diese Vorstellung von meiner Individualit&auml;t wird allein m&ouml;glich durch meine Identifikation mit meinem Leib. Ich erlebe mein pers&ouml;nliches Schicksal, das ich zusammen mit meinem einzigartigen Leib erfahre, als meine Individualit&auml;t. Diese Vorstellung wird jedoch irgendwann durch den Tod unterbrochen. Meine vermeintliche Individualit&auml;t kann sich nicht halten, weil der Tod meinen Leib zerst&ouml;ren muss. Angesichts des Todes wird der Unterschied zwischen Ich-Wesenheit und Ich-Vorstellung deutlich: dem Ich-Wesen kann der Tod nichts anhaben, aber die Ich-Vorstellung, die sich allein auf den Leib st&uuml;tzt, muss sich wieder aufl&ouml;sen. Doch kann ich als Ich-Wesen, als das ich mich zu bezeichnen gew&ouml;hnt bin, mein Ich-Bewusstsein ohne den Leib nicht aufrecht erhalten, weder im Schlaf noch im Tod.<br /><br /><br />Ein Erwachen, das &uuml;ber den Wachszustand des Gegenstandsbewusstsein hinausgehen soll, k&ouml;nnte also zuerst nur darin bestehen, mein Ich-Bewusstsein vom physischen Leib unabh&auml;ngig zu machen. Dazu w&auml;re aber n&ouml;tig, dass ich auch ohne den Leib gen&uuml;gend individuelle Z&uuml;ge h&auml;tte, um mich selbst als Wesen wahrnehmen zu k&ouml;nnen. Das Ich, das ich bin, m&uuml;sste sich von der Welt differenzieren k&ouml;nnen, ohne sich ihr illusorisch als Gegenstand entgegenstellen zu m&uuml;ssen. Ich m&uuml;sste also das individuelle Ich, das ich mir bisher nur vorgestellt hatte, tats&auml;chlich werden. Ich darf demnach nicht nur das Produkt der Gegen&uuml;berstellung von Ich und Nicht-Ich sein, sondern ich muss selbst das Ich sein, das sich dem Nicht-Ich gegen&uuml;berstellt. Hierbei muss ich aber leider als Erstes entdecken: das einzige Nicht-Ich, das es wirklich gibt, ist das B&ouml;se.&nbsp;<br /><br /><br />Das B&ouml;se w&auml;re vollkommen unerkl&auml;rbar, wenn die Ich-Wesenheit keinen Pers&ouml;nlichkeitscharakter h&auml;tte. W&auml;re das Ich nur ein unpers&ouml;nlicher Hintergrund der Welt, dann k&ouml;nnte Nichts als gut oder b&ouml;se gelten, sondern jede Erscheinung des Lebens m&uuml;sste gleichberechtigt sein. Ohne den Pers&ouml;nlichkeitscharakter des Ich w&auml;re es unm&ouml;glich, in irgendeiner Weise zu bestimmen, was in Einklang mit dem Ich ist und was gegen das Ich ist. W&auml;re der Urgrund meines Wesens unpers&ouml;nlich, dann g&auml;be es kein B&ouml;ses, weil dann schlechthin alles, was sich in der Welt manifestiert, in Einklang mit diesem abstrakten Urgrund sein m&uuml;sste. Wenn es aber kein B&ouml;ses g&auml;be, dann g&auml;be es auch kein Nicht-Ich. Niemals h&auml;tte sich mir eine Welt als Nicht-Ich entgegenstellen k&ouml;nnen.&nbsp;<br /><br /><br />Die Erkenntnis des B&ouml;sen geht also Hand in Hand mit der Ich-Erkenntnis. Ein Erwachen ohne die Erkenntnis des B&ouml;sen ist unm&ouml;glich. B&ouml;se ist aber all das, was nicht in Harmonie mit der Ich-Wesenheit ist. Dieser Ich, diese Ich-Wesenheit, deren Namen wir t&auml;glich alle unz&auml;hlige Male aussprechen, wenn wir uns selbst bezeichnen wollen, kann nichts anderes sein als eine Person, die sich, wie jede Person, von dem unterscheidet, was sie als Person nicht ist. Also nicht nach allgemeinen, abstrakten Gesetzen m&uuml;ssen wir suchen, wenn wir diese h&ouml;chste Person finden wollen, sondern wir m&uuml;ssen uns liebend in ihre pers&ouml;nlichen Eigenschaften vertiefen. Diese Vertiefung in die h&ouml;chste Person des Ich ist identisch mit der Vertiefung in uns selbst: unsere Ich-Werdung ist identisch mit unserer Erkenntnis der Person der Ich-Wesenheit.&nbsp;<br /><br /><br />Durch die Arbeit der Erkenntnis kommt jedoch etwas Neues zu der erkannten Person hinzu: der Erkennende. Obwohl der Erkennende sich letztendlich als niemand anders erkennen kann, als den Erkannten, ist durch das Erkennen trotzdem ein Neues Wesen entstanden: mein eigenes Ich. Diese Individualisierung des einen Ich-Wesens in eine Vielfalt neuer Ich-Wesen sollte im Idealfall ganz ohne eine Integrierung des Nicht-Ichs geschehen. Es scheint n&auml;mlich zun&auml;chst als einfachste L&ouml;sung, um sich gegen&uuml;ber des h&ouml;chsten Ich-Wesens zu individualisieren, Elemente des B&ouml;sen ins eigene Wesen zu integrieren. Dadurch wird tats&auml;chlich eine sofortige Abspaltung erreicht und die Ich-Werdung scheinbar beschleunigt. Man kann sogar dem Irrtum verfallen, dies sei die einzige M&ouml;glichkeit einer Ich-Werdung.&nbsp;<br /><br /><br />Das B&ouml;se bietet sich also als bessere oder einzige Alternative zum Guten an und verspricht ein individuelles Dasein jenseits der einen Ich-Wesenheit. Warum dieses Angebot nicht angenommen werden sollte, muss sich jeder selbst erarbeiten, weil das fundamentaler Teil der zu leistenden Erkenntnis-Arbeit ist. Um aber diese Arbeit &uuml;berhaupt beginnen zu k&ouml;nnen, muss zun&auml;chst mal das B&ouml;se als Wirklichkeit erkannt werden. Das B&ouml;se selbst ist sich dieses Umstands voll bewusst, weshalb es vermeidet, sich all jenen zu zeigen, von welchen es sich nicht erhofft, dass sie dem erkannten B&ouml;sen folgen w&uuml;rden. Dadurch aber wird das Erwachen der Seelen allgemein hinausgez&ouml;gert, was dem B&ouml;sen wiederum n&uuml;tzt, um die Welt als Nicht-Ich immer perfekter zu einer Falle zu gestalten, aus der keine Seele mehr entkommen soll.&nbsp;<br /><br /><br />Um das Erwachen der Seelen generell zu f&ouml;rdern, hat das Gute keine andere Wahl, als das B&ouml;se in seiner Wirksamkeit so wenig wie m&ouml;glich zu hindern, so dass leichter f&uuml;r die Menschen erkenntlich werde, was sie denn nicht sein wollen. Die Seele, die sich als Ich-Bewusstsein erlebt, erwacht an der Erkenntnis des Nicht-Ich umso st&auml;rker, je mehr das Nicht-Ich sich in einen krassen Widerspruch zur bereits auf kulturellem Wege erlangten Ich-Vorstellung stellt. Das Nicht-Ich versucht diesen Widerspruch stets zu verschleiern, und es w&auml;re eigentlich die Aufgabe jeder einzelne Seele, diesen Schleier mittels der Erkenntnis und eines moralischen Lebens zu l&uuml;ften. Wenn aber die Seelen nicht mehr die Kraft zu solcher Arbeit haben, weil sie nach und nach den B&ouml;sen unterlegen sind, dann muss das Gute bei Zeiten doch helfend eingreifen, was eigentlich nicht seine prim&auml;re Absicht ist, da die Seele nur durch ihre eigene Arbeit ihr h&ouml;chstes Ziel erreichen kann. Die Hilfe des Guten im Notfall hat darum auch immer einen negativen, verz&ouml;gernden Einfluss: wenn das Gute das B&ouml;se aufdecken muss, um Schlimmstes zu vermeiden, verlieren die Seelen dadurch auch eine Gelegenheit f&uuml;r wertvolle Eigenarbeit. Andererseits entsteht durch ein solches von Au&szlig;en erzwungenes Erwachen der Seelen auch wieder eine ganz neue Basis f&uuml;r weiteres Erwachen, die es andernfalls nicht gegeben h&auml;tte.<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Zensur im mittelalter und heute]]></title><link><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/zensur-im-mittelalter-und-heute]]></link><comments><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/zensur-im-mittelalter-und-heute#comments]]></comments><pubDate>Wed, 12 Jan 2022 19:36:47 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/zensur-im-mittelalter-und-heute</guid><description><![CDATA[Wir leben in einer Zeit, in der die Atheisten sich so stark in die Enge gedr&auml;ngt f&uuml;hlen, dass sie nur noch in der Zensur einen Ausweg sehen. Da sie sowohl &uuml;ber die Herrschaft &uuml;ber das &ouml;ffentliche Bildungssystem als auch &uuml;ber die Medien haben, geschieht die Zensur inzwischen schamlos.&nbsp;Schaut man in die Geschichte zur&uuml;ck, wird man sich daran erinnern, dass diese Rollenverteilung auch mal genau andersherum gewesen war. Die Kirchengl&auml;ubigen f&uuml;hlten s [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Wir leben in einer Zeit, in der die Atheisten sich so stark in die Enge gedr&auml;ngt f&uuml;hlen, dass sie nur noch in der Zensur einen Ausweg sehen. Da sie sowohl &uuml;ber die Herrschaft &uuml;ber das &ouml;ffentliche Bildungssystem als auch &uuml;ber die Medien haben, geschieht die Zensur inzwischen schamlos.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Schaut man in die Geschichte zur&uuml;ck, wird man sich daran erinnern, dass diese Rollenverteilung auch mal genau andersherum gewesen war. Die Kirchengl&auml;ubigen f&uuml;hlten sich in der Renaissance ebenso gezwungen, zum harten Mittel der Zensur zu greifen, da sie keine andere M&ouml;glichkeit sahen, um sich gegen das bedrohende Aufkommen der naturwissenschaftlichen Ideen zu wehren.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Was ist es aber, dass jemanden dazu zwingt, die Redefreiheit des Anderen zu unterdr&uuml;cken?<br /><span></span><br /><br /><span></span>Letztendlich geht es immer darum, dass man f&uuml;rchtet, die Kraft der eigenen Argumente sei nicht stark genug, um sich in der &ouml;ffentlichen Meinung zu bewahren: man verbietet dem Anderen dann das Wort, wenn man sich selbst in einer Diskussion auf der verlierenden Seite einordnet.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Wie passiert einem das? Wie kommt man auf die Verliererseite, obwohl man vorher auf der Gewinnerseite gewesen war, oder umgekehrt?<br /><span></span><br /><br /><span></span>Von der F&auml;higkeit, &uuml;berzeugende S&auml;tze zu formulieren, - die beide Seiten gleichm&auml;&szlig;ig beherrschen -, mal abgesehen&hellip; was letztendlich den Gewinner einer Diskussion ausmacht, ist die Beweiskraft, die seine Worte begleitet; oder eben die Macht, die Diskussion ganz abzubrechen. Dabei ist aber alles entscheidend, was nun allgemein als Beweis anerkannt wird.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Es ist allgemein bekannt, warum die Kirche sich einst nur mit Gewalt gegen die neu aufkommende Naturwissenschaft verteidigen konnte: die Naturwissenschaft t&auml;tigte ihren Angriff auf das damals bestehende Machtsystem mit einer ganz neuen Form von Beweisen, die zuvor unbekannt waren: der physische Sinneseindruck, dem man zuvor keine sonderlich hohe wissenschaftliche Wertigkeit beigemessen hatte, wurde im Rahmen des &ldquo;Experimentes&rdquo; zum absoluten Richter &uuml;ber die Wahrhaftigkeit einer Aussage erhoben. Selbstverst&auml;ndlich nahmen auch schon fr&uuml;her die Menschen die Welt mit ihren physischen Sinnen war, nur hielt man nicht sehr viel von der Beweiskraft der Sinneseindr&uuml;cke, weil man ihnen nur einen Scheinwert anerkannte. Traditionelle &Uuml;berlieferung und logisches Denken galten als Beweise viel mehr als der reine Sinneseindruck.&nbsp;<br /><span></span>Wie konnte es also der Kirche damals passieren, dass ihre &uuml;ber Jahrhunderte w&auml;hrende Dominanz im Feld der Beweisf&uuml;hrung durch die Naturwissenschaft in Frage gestellt werden konnte?<br /><span></span><br /><br /><span></span>Das Problem der Kirche, und der mit ihr verbundenen traditionellen Wissenschaft, lag hierin begr&uuml;ndet, dass ein gro&szlig;er Teil ihrer Beweisf&uuml;hrungen&nbsp; auf Behauptungen fusste, die man in den Bereich des Unsichtbaren einordnen muss. Das galt sowohl f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Theologie, als auch f&uuml;r eine Wissenschaft, die sich nach mehr als 1500 Jahren immer noch auf alte Autorit&auml;ten wie Aristoteles berief. Das einzig Sichtbare an beiden Beweisen waren die B&uuml;cher, sowie das soziale Umfeld, in denen sich das gesamte Kulturleben abspielte.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Man musste bei der Beweisf&uuml;hrung also immer wieder darauf pochen: Wenn Menschen diese B&uuml;cher schon so lange lesen, dann m&uuml;ssen sie wahr sein! Und wenn es all diese Kirchen und Universit&auml;ten gibt, mit all ihren ehrenwerten menschlichen Vertretern, dann muss die Tradition, auf die sich all dies st&uuml;tzt, ebenso wahr sein!<br /><span></span><br /><br /><span></span>Mehr war an Beweiskraft tats&auml;chlich nicht gegeben - denn die F&auml;higkeit, alles sch&ouml;n logisch zu verbinden, fand man ja auf beiden Seiten.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Was hatten die Theoretiker der Naturwissenschaft also getan, um einer so gew&ouml;hnlichen Erfahrung, wie jener des physischen Sinneseindrucks, zu jener siegreichen Beweiskraft zu verhelfen?<br /><span></span><br /><br /><span></span>Der Irrtum - oder Trick, egal wie man es sehen m&ouml;chte -, der aufsteigenden Naturwissenschaft lag darin verborgen, dass man - ohne jegliche wissenschaftliche Basis - behauptete, der Mensch sei in seiner Konstitution schon immer so gewesen wie jetzt. Je mehr nun andere Arten von Sinneserfahrungen, als es die rein physischen sind, der Menschheit verloren gingen, desto leichter konnte man sie davon &uuml;berzeugen.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Um jedoch die sofortige Strafe und Zensur von Seiten der &uuml;berm&auml;chtige Kirche zu vermeiden, hielt man noch viele Jahrhunderte lang eine diplomatische Sonderposition f&uuml;r die biblischen &Uuml;berlieferungen und f&uuml;r die Traditionen der Kirchenv&auml;ter aufrecht. Um sich selbst einen relativ sicheren Freiraum zu schaffen, erfand man eine Wissensgrenze zwischen Wissenschaft und Glauben. Allerdings akzeptierte die Kirche selbst diese Trennlinie erst, nachdem sie erfolglos alles getan hat, um das Aufkommen des naturwissenschaftlichen Denkens vollst&auml;ndig zu unterdr&uuml;cken.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Das Problem, dass die Kirche in allen damaligen Diskussionen hatte, insofern sie solche zulie&szlig;, war folgendes: Ihre Argumente st&uuml;tzen sich in allen Bereichen auf &uuml;bersinnliche Erfahrungen, zu denen jetzt niemand mehr f&auml;hig war. Sie konnten infolgedessen nur darauf bestehen, das &Uuml;berlieferte immer treu bewahrt zu haben, und nie etwas an der Originalwahrheit ver&auml;ndert zu haben - zumindest ohne sich dabei auf die h&ouml;chstm&ouml;glichen Autorit&auml;ten gest&uuml;tzt zu haben, welche selbst von Gott geleitet wurden und werden.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Die offensichtliche Schw&auml;che von Argumenten, die sich vielfach nur auf &uuml;berlieferte, uralte, &uuml;bersinnliche Erfahrungen st&uuml;tzten, nutzen ihre Gegner doppelt aus:&nbsp;<br /><span></span>erstens zweifelte man immer mehr daran, dass solche vermeintlich &uuml;bersinnlichen Erfahrungen &uuml;berhaupt jemals irgendeinen Wahrheitswert gehabt h&auml;tten&hellip;<br /><span></span>zweitens wies man darauf hin, wie schwer es doch sei, &uuml;ber Jahrhunderte hinweg, inmitten der Wirrnisse von &Uuml;bersetzungen und Fehlern beim Abschreiben, sowie unter dem Einfluss allerlei menschlicher Egoismen, etwas tats&auml;chlich treu zu bewahren - zumal dann, wenn dessen Wahrheit schon seit langen niemand mehr selbst nachpr&uuml;fen kann.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Gleichzeitig verwiesen die damaligen Gegner der konservativen Kultur dabei auf den Vorteil der physischen Sinneseindr&uuml;cke, die ja allen Menschen gleich zug&auml;nglich seien, und die man mit Hilfe neuer Technologien und der naturwissenschaftlichen Methode des Experiments zu ungeahnt wertvollen Erkenntnisinstrumenten ausbauen k&ouml;nne.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Es dauert allerdings noch einige Jahrhunderte, bis sich die Naturwissenschaft auch an die h&ouml;chste Autorit&auml;t der Kirche, Gott selbst, hintraute. Aber letztendlich war auch hier das Argument dasselbe wie in jeder anderen Diskussion zuvor: Wenn keiner diesen Gott sehen kann, dann gibt es ihn nicht!&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Es ist nun dieses Argument nur scheinbar stark - in Wahrheit ist es sehr, sehr schwach! Aber es gen&uuml;gte trotzdem, um die traditionelle Kirche in den K&ouml;pfen der allermeisten, sogenannten hoch-gebildeten Menschen zu besiegen.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Der einzige Grund, warum es die Kirche, in ihrer alten Form, &uuml;berhaupt heute noch als Organisation gibt, ist der Umstand, dass man au&szlig;erhalb Europas immer noch auf gro&szlig;e Mengen noch nicht ganz intellektuell-erkalteter Menschen zur&uuml;ckgreifen kann, welche die Glaubensinhalte mit ihrem Gef&uuml;hlsleben erfassen wollen und k&ouml;nnen. Hinzu kommt da, auch innerhalb Europas, die noch relativ gro&szlig;e Menge jener, welche sich weiterhin mit der alten Idee einer Wissensgrenze zufrieden geben: vor allem deshalb, weil sie allgemein sowieso so nicht gerne tiefgr&uuml;ndig nachdenken. Es handelt sich hierbei also um all jene, die Glauben und Wissenschaft voneinander trennen k&ouml;nnen, ohne damit seelische Probleme zu haben.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Diese zweite Gruppe wird allerdings rapide kleiner! - jedoch nur in ganz selten F&auml;llen, weil man sich doch zu einem ernsthafteren Denken durchgerungen hat; meistens ist es nur so, dass die ins Jenseits des Verstandes verbannte Religion in einem Umfeld, in dem nur noch materielle Werte gelten d&uuml;rfen, einfach immer mehr zur Bedeutungslosigkeit erblasst.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Dominant ist heutzutage in der europ&auml;ischen Gesellschaft also jene Denkweise, welche nur das als wirklich anerkennen will, was man mit den physischen Sinnen erfassen kann. Ein Au&szlig;erirdischer, der hiervon liest, k&ouml;nnte sich also jetzt vorstellen, dass deshalb die heutige Menschheit ihre Beobachtungsgabe mittels der physischen Sinne in ganz ungeheuer hohem Ma&szlig;e ausgebildet haben m&uuml;sse! Wer hingegen hier auf der Erde ans&auml;ssig ist, wei&szlig;, dass dies keinesfalls der Fall ist: man hat hingegen den Gro&szlig;teil seiner Sinneswahrnehmungen einem Ger&auml;t anvertraut, das Fernseher heisst. Und man hat das eigene, vernunftbasierte, Nachdenken &uuml;ber das Wahrgenommene, sogar jenseits des Fernsehers, jenen &uuml;berlassen, die man Experten nennt. Statt es also mit einer Menschheit zu tun zu haben, die Naturwissenschaftlichkeit zu ihrem pers&ouml;nlichen Lebensinhalt gemacht hat, sieht man sich umgeben von den ganz selben Verhaltensweisen, die schon im Mittelalter vorherrschten: man ist autorit&auml;tsgl&auml;ubig, denkm&uuml;de und als Folge dessen: &auml;ngstlich.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Die Herrschaftsklasse, welche sich innerhalb dieser modernen Verh&auml;ltnisse entwickelt hat, ist jedoch nur im mittleren Bereich neu. Ganz oben sitzen dieselben wir zuvor. Doch m&uuml;ssen die Argumentsreihen jetzt anders gef&uuml;hrt werden als fr&uuml;her: was fr&uuml;her der Gott im Himmel war, ist jetzt die Wissenschaft - allerdings als Dogma. Die eigentlich Dynamik der Naturwissenschaft, als Instrument der Wahrheitsfindung, wird mit allen Mitteln unterdr&uuml;ckt; denn eine freie Naturwissenschaft, egal wie materialistisch sie orientiert sein mag, k&ouml;nnte trotzdem nirgendwo anders hinleiten, als eben zur Wahrheit. Die richtig verstandene physische Sinneserfahrung kann n&auml;mlich niemals in einem echten Widerspruch zur Wahrheit stehen! Dass es zu einem solchen richtigen Verst&auml;ndnis aber niemals komme, daf&uuml;r sorgen die althergebrachten Autorit&auml;ten mit gro&szlig;er Voraussicht und Strenge.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Es wiederholt sich hierbei allerdings das alte Problem: was die neuen Autorit&auml;ten an Theorien behaupten, kann sehr oft ebenso niemand sehen, wie fr&uuml;her die Glaubensinhalte der Kirche. Wer also tats&auml;chlich der naturwissenschaftlichen Methode folgen will, der muss sich allzu bald in einem unangenehmen Widerspruch zu den in Schulen, Universit&auml;ten und im Fernsehen predigenden Experten-G&ouml;ttern wiederfinden.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Selbst der neue Gott, die Materie, ist ja genauso unsichtbar, wie der alte Vatergott im Himmel: man kann zwar &uuml;berall auf materielle Gegenst&auml;nde hinweisen&hellip;aber auf die Materie selbst leider nicht!&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Was fr&uuml;her angeblich im unendlich Gro&szlig;en verborgen war, ist jetzt angeblich im unendlich Kleinen versteckt. Manche hoffen sogar heimlich darauf, den gro&szlig;en, allm&auml;chtigen Vatergott, dessen Vorstellung einem fr&uuml;her, nicht immer, aber doch des &ouml;fteren, ein beruhigendes Lebensgef&uuml;hl vermitteln konnte, jetzt im Kleinen zu finden: als Quark im Teilchenbeschleuniger.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Die siegreiche Phase der Naturwissenschaft ist also schon lange vor&uuml;ber! - und man ist jetzt bereits mitten in der Endphase der neuen, unheiligen Inquisition.&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Die etwas Intelligenteren sp&uuml;ren hierbei allzu deutlich, dass ihnen die &uuml;berzeugenden Argumente in allen Wissensbereichen, die sich ausschlie&szlig;lich auf die Naturwissenschaft st&uuml;tzen, auszugehen drohen, - und nat&uuml;rlich ganz besonders dort, wo gar keine echte Naturwissenschaft praktiziert wird!&nbsp;<br /><span></span><br /><br /><span></span>Man ist also wieder mal voll im Vollzugszwang der Zensur: keine der Meinungen, die der offiziellen Version der Wahrheit widersprechen, d&uuml;rfen im &ouml;ffentlichen Diskurs zugelassen werden - weil man weiss: man w&uuml;rde verlieren! Besonders genau weiss man das vor allem dann, wenn man sich voll bewusst ist, gelogen zu haben.<br /><span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[4 HÜRDEN ZWISCHEN DEM GEWÖHNLICHEN DENKEN UND DER ANTHROPOSoPHIE]]></title><link><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/4-hurden-zwischen-dem-gewohnlichen-denken-und-der-anthroposphie]]></link><comments><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/4-hurden-zwischen-dem-gewohnlichen-denken-und-der-anthroposphie#comments]]></comments><pubDate>Fri, 07 Jan 2022 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/4-hurden-zwischen-dem-gewohnlichen-denken-und-der-anthroposphie</guid><description><![CDATA[H&uuml;rde Nummer 1Die erste, und vielleicht gr&ouml;&szlig;te, H&uuml;rde ist der Mangel einer H&uuml;rde. Das gr&ouml;&szlig;te Problem des Denkens ist sein Nicht-Vorhandensein. Ohne eigenes Denken kann keine existentiell erlebte Frage entstehen, und ohne eine Frage, die einen selbst betrifft, gibt es auch keine H&uuml;rde, die sich dem normalen Lebensgef&uuml;hl in den Weg stellen w&uuml;rde. Ohne H&uuml;rde entsteht kein Bed&uuml;rfnis, den aktuellen Zustand zu ver&auml;ndern. Wenn also kein [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><strong><font size="4">H&uuml;rde Nummer 1</font></strong><br /><br /><strong>Die erste, und vielleicht gr&ouml;&szlig;te, H&uuml;rde ist der Mangel einer H&uuml;rde.</strong> Das gr&ouml;&szlig;te Problem des Denkens ist sein Nicht-Vorhandensein. Ohne eigenes Denken kann keine existentiell erlebte Frage entstehen, und ohne eine Frage, die einen selbst betrifft, gibt es auch keine H&uuml;rde, die sich dem normalen Lebensgef&uuml;hl in den Weg stellen w&uuml;rde. Ohne H&uuml;rde entsteht kein Bed&uuml;rfnis, den aktuellen Zustand zu ver&auml;ndern. Wenn also kein Eigendenken eine solche H&uuml;rde produziert, dann muss die H&uuml;rde von Au&szlig;en als Leid dem Leben des Einzelnen hinzugef&uuml;gt werden. Solange der Mensch aber nicht selbst denkt, ist er gar kein Einzelner, sondern ein Gruppenwesen. Als solches erlebt er dann jegliches Leid als Gruppenschicksal, f&uuml;r das er sich nicht selbst verantwortlich f&uuml;hlt. Das von au&szlig;en hinzugef&uuml;gte Leid kann also seinen Zustand nicht ohne weiteres &auml;ndern. Was zum Leid hinzukommen muss, ist wiederum das Denken. Allerdings kann das Denken unter dem Leidensdruck leichter aktiviert werden. Der pers&ouml;nlich erlebte Schmerz steigert den Egoismus, und der Egoismus steigert das Gef&uuml;hl, ein Einzelwesen zu sein. Wenn der Mensch beginnt, wie ein Einzelwesen zu denken, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich in ihm eine existenzielle Frage heranforme. Erst durch das existenzielle Erleben einer Frage wird er n&auml;mlich zum individuellen Sucher nach einer Antwort. Er bemerkt: die unbeantwortete Frage wird ihm zur pers&ouml;nlichen H&uuml;rde. Andere haben diese H&uuml;rde nicht - f&uuml;r ihn selbst ist sie existenziell wichtig. Sogar die Selbst&uuml;bersch&auml;tzung und die &Uuml;bersch&auml;tzung der vermeintlichen Einzigartigkeit der eigenen Fragestellung sind in dieser primordialen Lebenslage au&szlig;erordentlich hilfreich, weil sie dabei helfen, die erste H&uuml;rde heranreifen zu lassen. Sobald der allgemeine Leidensdruck pers&ouml;nlich erlebt wird, kann er vom eigenen Denken verarbeitet werden. Damit beginnt aber erst das selbstst&auml;ndige Denken. Ohne selbstst&auml;ndiges Denken gibt es keine wirklichen Fragen. Und ohne Fragen, die man als solche erlebt, welche die eigene Wirklichkeit beeinflussen k&ouml;nnen, kann man auch unm&ouml;glich an neuen Antworten interessiert sein. Man ist eingeschlossen in das Gegebene, und man gedeiht und verdirbt zusammen mit ihm, als Gruppenwesen, ohne jeglichen Anspruch auf Individualit&auml;t. In dieser Entwicklungsphase des Menschen kann demnach die Anthroposophie niemals in ihrer eigentlichen Form auftreten. Sie kann den Menschen liebevoll pflegen und sch&uuml;tzen, aber sie kann ihm kein Wissen geben - genauso wie man einen satten Menschen nicht zum Essen einladen kann.<strong><br />Die 1. H&uuml;rde ist also das Leben ohne eigenst&auml;ndiges&nbsp;Nachdenken.&nbsp;</strong><br /><br /><br /><strong><font size="4">H&uuml;rde Nummer 2</font></strong><br /><br /><br />Die H&uuml;rde Nummer 2 ist&nbsp;die erste&nbsp;wahrnehmbare&nbsp;H&uuml;rde:&nbsp;denn H&uuml;rde Nummer 1 war ja das Fehlen jeglicher H&uuml;rde. <strong>Die erste,&nbsp;individuell erlebte, H&uuml;rde ist somit der Gegensatz zwischen der allgemein vorherrschenden&nbsp;Meinung und der eigenen Meinung.</strong> Die als allgemein anerkannt erlebte Meinung, der man sich nun als Person entgegenstellen will, ist nichts anderes, als das zuvor passiv, als Gruppenwesen erlebte, Fremddenken. Jenes Fremddenken st&ouml;rt einen jetzt, weil man entdeckt hat, auch selbst denken zu k&ouml;nnen. Ausschlaggebend ist bei dem &Uuml;bergang vom Fremddenken zum ersten Selbstdenken immer das Leid. Man hat bemerkt, wie das Fremddenken einem Leid zuf&uuml;gt, und man will sich jetzt mit Eigendenken dagegen wehren. Man glaubt, selbst besser wissen zu k&ouml;nnen, was gut f&uuml;r einen selbst ist, weil man an dem Fremddenken zuvor so stark gelitten hat. Der Impuls zum Selbstdenken kommt demnach direkt aus einem verletzten Egoismus. Diese reaktion&auml;re Eigenschaft beh&auml;lt der Impuls aber auch dann bei, wenn das primordiale Problem bereits gel&ouml;st ist. Der Individualismus bleibt also noch lange nach seiner Entfesselung mit seinem egoistischen Ursprung verbunden. Das neu eroberte Selbstgef&uuml;hl wird weiterhin identifiziert mit der Gegnerschaft zu jedem Fremddenken.&nbsp;<br />Der Mensch will jetzt unbedingt alles durch Eigendenken erkunden. Jegliches Fremddenken ist ihm suspekt. Er vermutet hinter jedem Fremddenken einen Angriff auf seine individuelle Freiheit. Das wird ganz besonders extrem, wenn sich das Fremddenken auf Erfahrungen bezieht, die er selbst nicht haben kann. Die traditionelle Religion wird darum als erste Opfer seiner Kritik. Das religi&ouml;se Fremddenken erscheint ihm nunmehr als vollst&auml;ndig unakzeptabel. Hingegen kann er sich mit anderem Fremddenken schon eher anfreunden, n&auml;mlich wenn er dahinter eine objektive Wirklichkeit vermutet. Dazu geh&ouml;rt in erster Linie das naturwissenschaftliche Denken. Was ihn hierbei antreibt, ist seine Sehnsucht nach dem vorigen Zustand der Gedankenlosigkeit. Er hofft inbr&uuml;nstig, es k&ouml;nne eine objektive Wirklichkeit geben, welche den schmerzhaften Kontrast zwischen allgemeiner Meinung und individueller Meinung neutralisiere. Er sucht also seine Rettung im theoretischen Denken, mit dem er letztendlich nur seine eigene Einsamkeit &uuml;berwinden will. Es gelingt ihm auf diese Weise tats&auml;chlich, nahezu den vorigen, naiven Zustand wiederherzustellen. Indem er es sich im wissenschaftlichen Konsens genauso gem&uuml;tlich einrichtet, wie zuvor in der totalen Gedankenlosigkeit, wird ihm seine moderne Welt schon fast wieder zur vermissten Kinderwelt.&nbsp; Er neutralisiert sein Eigendenken, indem er ihm jeglichen Anspruch auf Wirklichkeit abspricht. Die Wirklichkeit lokalisiert er au&szlig;erhalb seines Denkens - sein Denken selbst wird ihm zum Schatten. Das Einzige, was ihm in seiner neuen Gem&uuml;tlichkeit abgeht, ist das Leben selbst: es scheint ihm, als habe er das echte Leben irgendwo auf seinem Weg verloren. Er sp&uuml;rt aber, dass er es sofort wiederfinden k&ouml;nnte, falls er nur sein Eigendenken aufg&auml;be - falls er sich also wieder ganz, wie fr&uuml;her, dem unreflektiertem Gef&uuml;hls- und Willensleben hing&auml;be. <strong>Die 2. H&uuml;rde wird ihm demnach zum vermeintlichen Widerspruch zwischen Denken und Leben.&nbsp;</strong><br />Die Anthroposophie kann hier nicht anders eingreifen, als ihm die wahre Identit&auml;t von Leben und Denken von allen m&ouml;glichen Seiten nahe zu bringen. Alles Wirken der Anthroposophie zielt letztendlich daraufhin ab, diese Identit&auml;t vollst&auml;ndig zu verwirklichen. In dieser fr&uuml;hen Phase geht es zwar zun&auml;chst nur um die gef&uuml;hls - und verstandesm&auml;&szlig;ige Verarbeitung einer monistischen Weltanschauung, doch schon das ist sehr schwer genug zu verdauen.&nbsp;<br /><br /><br /><strong><font size="4">H&uuml;rde Nummer 3</font></strong><br /><br /><br />W&auml;hrend die also die 1. H&uuml;rde darin besteht, dass der Mensch all seine N&ouml;te nicht anders erlebt als ein intelligentes Tier, besteht die 2. H&uuml;rde aus dem, was man die Intellektualit&auml;t nennt. Aus dem Zustand der Intellektualit&auml;t aber entstehen gleichzeitig 2 neue H&uuml;rden: die H&uuml;rde 3 und die H&uuml;rde 4. Was wir als 2. H&uuml;rde beschrieben haben, schwelt als Problem zwar stets im Untergrund dieser beiden, aber es dringt ins Bewusstsein erst als seine L&ouml;sungsversuche ein - wobei H&uuml;rde 3 der eine L&ouml;sungsversuch ist, und H&uuml;rde 4 der diametral gegen&uuml;berliegende. Der Kampf mit der Anthroposophie wird hierbei zum ersten Mal bewusst erlebt, weil man mit seinem Denken inzwischen soweit ist, dass man die Anthroposophie intellektuell verstehen k&ouml;nnte, wenn man nur nicht voller Vorurteile w&auml;re.&nbsp;<br /><strong>Die 3. H&uuml;rde ist die intellektuelle Arroganz.</strong> Weil man bemerkt hat, dass das Eigendenken sich gegen&uuml;ber dem Fremddenken siegreich behaupten kann, will man jetzt schlechthin alles selbst denken. Dabei vergisst man jedoch das eigene Nicht-K&ouml;nnen. Nur weil man endlich damit begonnen hat, selbst zu denken, darf man nicht etwa annehmen, dass man damit bereits alles Denken k&ouml;nne, was denkbar ist. Man hofft also, sich vom gehassten Fremddenken dadurch zu befreien, dass man nur noch das denkt, was man selbst nachdenken kann. Man glaubt sich in seinem Denken frei vom Fremddenken, nur weil man &uuml;ber nichts mehr nachdenken will, was das eigene Denken &uuml;bertrifft. Dabei dehnt man jedoch nicht selten die Grenzen des eigenen Denkens weit &uuml;ber dessen G&uuml;ltigkeitsbereich hinaus. Was man selbst denkt, hat dann zwar stets eine individuelle F&auml;rbung, hat aber leider mit der Wirklichkeit oft nichts mehr zu tun. Man verliert sich in Phantasien, und hofft heimlich darauf, dass diese Phantasien einst wahr werden k&ouml;nnten. Man redet sich ein, alles menschliche Denken sei so wie sein eigenes Denken.&nbsp;<br />Wenn man dabei auf das Denken eines Anderen st&ouml;&szlig;t, welches Anspruch auf Wahrheit erhebt, dann lehnt man dies kategorisch ab. Dass man mit seinem eigenen Denken keine Wahrheit erlangen k&ouml;nne, hat man sich wom&ouml;glich bereits selbst bewiesen, aber man dehnt in arroganter Haltung diesen pers&ouml;nlichen Beweis gleichsam auf alle anderen Menschen aus.&nbsp;<br /><strong>Die 3. H&uuml;rde besteht also darin, dass man glaubt, das eigene Denken setze die Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r jegliche m&ouml;gliche Form von Denken.</strong>&nbsp;<br />Da die Anthroposophie sich als h&ouml;heres Denken pr&auml;sentieren muss, egal von welcher Richtung sie naht, eben weil sie h&ouml;heres Denken ist, str&auml;ubt man sich in dieser Phase vehement gegen die Anthroposophie.&nbsp;<br /><br /><br /><strong><font size="4">H&uuml;rde Nummer 4</font></strong><br /><br /><br />Noch schwerer als die 3. H&uuml;rde ist die 4. H&uuml;rde zu nehmen. Falls man sich n&auml;mlich endlich, mittels Leid, gro&szlig;er pers&ouml;nlicher Anstrengung und gn&auml;digen Gl&uuml;cks, dazu durchgerungen hat, etwas anzuerkennen, das &uuml;ber einem selbst eingeordnet werden muss, - falls man somit erneut zu einer Demut gegen&uuml;ber dem G&ouml;ttlichen gefunden hat, nachdem man mehr oder weniger lange im hochm&uuml;tigen Atheismus verloren gewesen war -, dann t&uuml;rmt sich vor einem das gr&ouml;&szlig;te aller Hindernisse auf: das h&ouml;here Denken, dem man jetzt vertrauensvoll sein Herz und seinen Verstand ge&ouml;ffnet hat, verlangt von einem das Ungeheuerliche: <strong>es will letztendlich, dass man selbst sich zu solchem h&ouml;heren Denken aufschwinge!&nbsp;</strong><br />Wer erst kurz zuvor die 3. H&uuml;rde hat nehmen muss, wo es darum ging, die eigene Arroganz zu &uuml;berwinden, der schreckt vor solchen hochm&uuml;tigen Ambitionen zun&auml;chst besch&auml;mt zur&uuml;ck.&nbsp;<br />Wer hingegen die 3. H&uuml;rde forsch umgangen hat, weil er hoffte, trotzdem zum Geist finden zu k&ouml;nnen, ohne die Bedingung der Demut zu erf&uuml;llen, und somit direkt auf die 4. H&uuml;rde st&ouml;sst, ohne die vorige Pr&uuml;fung bestanden zu haben, der wird dadurch sogar noch schlimmer in die Irre gef&uuml;hrt!&nbsp;<br />Ein solches Umgehen der 3. H&uuml;rde ist deshalb m&ouml;glich, weil beide Wege, - hin zur 3. und hin zur 4. H&uuml;rde -, sich als Folgeerscheinungen der 2. H&uuml;rde gleichzeitig er&ouml;ffnen.&nbsp;<br /><strong>Die Wahnvorstellung, ohne Demut zu h&ouml;herem Wissen gelangen zu k&ouml;nnen, ist demnach der eine Aspekt der 4. H&uuml;rde, </strong>n&auml;mlich dann wenn man die 3. H&uuml;rde geschickt umschifft hat.<br /><strong>Der andere Aspekt der 4. H&uuml;rde,</strong> wenn man die 3. H&uuml;rde regelrecht &uuml;berwunden hat, <strong>ist hingegen der Mangel an kraftvollem Mut, den man ben&ouml;tigt, um an die eigene W&uuml;rdigkeit als geistiges Wesen weiterhin glauben zu k&ouml;nnen.&nbsp;</strong><br />Der nach H&ouml;heren strebende Mensch riskiert hierbei erneut, in die alte, passive Rolle zur&uuml;ck zu rutschen, die er bereits als reines Naturwesen lange genug inne gehalten hatte. Der Mut, selbst zu wissen, erl&ouml;scht ihm allzu leicht, angesichts all der Herrlichkeit des h&ouml;heren Wissen - dessen Wert er, Dank seiner ehrlichen Demut, jetzt besser erkennen kann als jemals zuvor.&nbsp;<br />Es bleibt sein Problem also dasselbe, das er schon immer auf seinem Wege mit sich getragen hatte: er kann nicht glauben, selbst ein eigenst&auml;ndiges Wesen sein zu k&ouml;nnen: selbst ein Ich zu sein, scheint ihm unm&ouml;glich.&nbsp;<br /><strong>Die Freiheit, die einem&nbsp;angeboten wird, kann man&nbsp;nicht annehmen:&nbsp;das ist die 4. H&uuml;rde.</strong></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Mainstream-Mensch als Urphänomen von Unwissenschaftlichkeit]]></title><link><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/der-mainstream-mensch-als-urphanomen-von-unwissenschaftlichkeit]]></link><comments><![CDATA[https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/der-mainstream-mensch-als-urphanomen-von-unwissenschaftlichkeit#comments]]></comments><pubDate>Fri, 29 Nov 2019 08:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.anthroposophy.de/perianthroposophy/der-mainstream-mensch-als-urphanomen-von-unwissenschaftlichkeit</guid><description><![CDATA[Die Welt des Mainstream-Menschen, im weiteren MsM genannt, wird zwar gef&ouml;rdert durch intelligente M&auml;chte, die dem Wohl des Menschen feindlich gegen&uuml;ber stehen, wird aber erm&ouml;glicht nur durch den MsM selbst. Der MsM denkt nicht gerne und er hat auch keine gute Beobachtungsgabe. Gut denken heisst, gr&uuml;ndlich und sauber denken, sowie Gedanken zu Ende denken. Gut Beobachten heisst selbst beobachten, statt das Beobachten anderen zu &uuml;berlassen. &Uuml;berlasse ich das Beoba [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Die Welt des Mainstream-Menschen, im weiteren MsM genannt, wird zwar gef&ouml;rdert durch intelligente M&auml;chte, die dem Wohl des Menschen feindlich gegen&uuml;ber stehen, wird aber erm&ouml;glicht nur durch den MsM selbst. Der MsM denkt nicht gerne und er hat auch keine gute Beobachtungsgabe. Gut denken heisst, gr&uuml;ndlich und sauber denken, sowie Gedanken zu Ende denken. Gut Beobachten heisst selbst beobachten, statt das Beobachten anderen zu &uuml;berlassen. &Uuml;berlasse ich das Beobachten anderen, dann bleibt mir nur mein eigenes Denken &uuml;ber deren Beobachten &uuml;brig. Und wenn dieses Denken dann hinzu nicht gr&uuml;ndlich, genau und eindringlich ist, dann kann ich zu keiner wahren Erkenntnis kommen. Daher ist es wichtig, beide Voraussetzungen f&uuml;r Wissenschaftlichkeit zu &uuml;ben, sowohl das Denken als auch das Beobachten. Zum MsM wird man nur, wenn man beide Grunds&auml;tze nicht gen&uuml;gend beachtet. Gen&uuml;gend sind sie aber nur dann beachtet, wenn unser Denkverm&ouml;gen und unsere Beobachtungsgabe ausreichen, um nicht nur in einem wohlwollenden Umfeld Wahrheiten erkennen zu k&ouml;nnen, sondern auch in einem feindlichen Umfeld. Die Anerkennung der Tatsache, dass der Mensch sich in einem in wachsendem Ma&szlig;e ihm feindlichen Umfelde bewege, ist aber allein schon ein gro&szlig;e H&uuml;rde. Die Denkm&uuml;digkeit der Menschen und ihre geringe Lust auf eigenst&auml;ndige Beobachtung beruht auf einem tiefen Verlangen nach Gem&uuml;tlichkeit. Die Menschen m&ouml;chten ihr Leben genie&szlig;en und gleichzeitig m&ouml;glichst wenig f&uuml;r diesen Genuss leisten m&uuml;ssen. Sie h&auml;tten es gerne, wenn der kindlich-passive Zustand ewig andauern k&ouml;nnte. Um ihr kindliches Lebensgef&uuml;hl nicht zu zerst&ouml;ren, wollen sie ihr Lebensumfeld als ihnen wohl gesonnen betrachten. Es scheint ihnen, als m&uuml;sste ihr Lebensgef&uuml;hl stark darunter leiden, sobald sie sich eingestehen w&uuml;rden, dass sie von feindlichen M&auml;chten umgeben sind. Ganz besonders hat sich diese Haltung in einer Zeit zugespitzt, wo der Glaube an gute, sch&uuml;tzende geistige M&auml;chte immer mehr verloren geht. Eine atheistische Denkweise hat gr&ouml;&szlig;te Probleme mit der Anerkennung des B&ouml;sen als Realit&auml;t. Aus einer materialistischen Denkweise l&auml;sst sich das B&ouml;se nur als mehr oder weniger seltener Auswuchs des Egoismus begreifen. Man kann sich vorstellen, dass psychisch kranke Menschen andere Menschen dominieren wollen und dabei auch Sch&auml;den in Kauf nehmen. Gleichzeitig glaubt man jedoch, dass sich dies nur innerhalb normaler menschlicher Grenzen abspielen k&ouml;nne, weil man davon &uuml;berzeugt ist, dass gesundes menschliches Verhalten vorwiege. Ein au&szlig;ermenschliches B&ouml;ses, dass sich am Schaden selbst erfreut, kann man sich genauso schwer vorstellen wie ein h&ouml;heres menschliches Gutes. Die menschlichen wie auch au&szlig;ermenschlichen M&auml;chte wissen dies sehr genau und achten darum besonders gut darauf, dem MsM seine Illusion einer Welt, in der alles seinen rechten Lauf nimmt, nicht zu zerst&ouml;ren. Diese Taktik wird immer komplizierter, je mehr sich die M&auml;chte des B&ouml;sen ihren Zielen ann&auml;hern. Da all diese Ziele gegen das Wohl des Menschen ausgerichtet sind, bedarf es immer gr&ouml;&szlig;erer Anstrengungen, um das Erwachen der Menschen zu vermeiden. Der MsM zeichnet sich dadurch aus, dass er in alle ihm gestellten Fallen tritt und sich wohl in ihnen zu f&uuml;hlen glaubt. Wenn er sich nicht wohl f&uuml;hlt, dann sieht er die Ursachen daf&uuml;r in Ph&auml;nomenen, die es in Wahrheit gar nicht gibt. Indem er alle L&uuml;gen der Widersacherm&auml;chte glaubt, lebt er in einer Scheinwelt, deren Absurdit&auml;t er nicht erkennt, weil seine Denk-und Beobachtungskr&auml;fte, die ja sowieso schon gering sind, auch noch gezielt abgebremst werden.&nbsp;<br /><br />Um dem MsM aus den Fallen zu helfen, in denen er leidend, aber mit voller &Uuml;berzeugung drin steht, muss man sich dem Problem von allen m&ouml;glichen Seiten ann&auml;hern. Da der Ursprung des Problems in dem tiefen Wunsch des MsM nach Gem&uuml;tlichkeit wurzelt, muss man ihn darauf hinweisen, wieviel Leid er bereits in seine vermeintlich gem&uuml;tliche Welt integriert hat, wie ungem&uuml;tlich diese Welt also bereits ist. Das ist kein leichtes Unterfangen, weil die M&auml;chte des B&ouml;sen sehr wohl darauf achten, dass das Leid ja nicht zu umfangreich werde. Gerade diejenigen, welche f&uuml;hrend daf&uuml;r sorgen sollen, die Mainstream-Welt aufrecht zu erhalten, werden, zumindest f&uuml;r lange Perioden ihres Lebens, von schwerstem Leid ferngehalten. Einem mittelalten Menschen in Europa oder der USA wird es schwer sein, sich das bereits vorhandene Leid auf der Erde voll bewusst zu machen, weil es sein pers&ouml;nliches Leben nur selten betrifft. F&uuml;r alle Ausnahmef&auml;lle, wie Krankheit oder fr&uuml;hen Tod, hat man gute Ausreden bereit. Auch extreme finanzielle Probleme werden auf ganz andere Ursachen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, als es die wirklichen sind. Man kann also kaum hoffen, mit dem Hindeuten auf das tats&auml;chliche Leid gro&szlig;e Fortschritte im Bewusstsein des MsM zu machen. Ausserdem haben die Widersacherm&auml;chte sich diesen Bereich bereits f&uuml;r sich selbst gesichert, indem sie unglaubliche L&uuml;gen wie AIDS oder den Klimawandel erfunden haben. Solch fiktives monstr&ouml;ses Leid hat dann doch noch eine angstmachende Wirkung auf den verschlafenen MsM, wird aber nur dazu benutzt, ihn f&uuml;r tats&auml;chliche Probleme unsensibel zu machen und ihn zu fanatisieren gegen alle Feinde der Mainstream-Welt, welche erkennen k&ouml;nnen, dass es sich hier nur um L&uuml;gen handelt. Man kann zwar schon versuchen dem MsM echte Gefahren direkt bewusst zu machen, wie bei Impfungen, nur riskiert man dabei eben stets extreme Gegenreaktionen, die ihn dann nur noch um so mehr fanatisieren. Eine weitere Hilfestellung besteht darin, ihm beim Denken zu helfen. Obwohl der MsM eigentlich gar nicht so wenig denkt, wie man aus den katastrophalen Resultaten schlie&szlig;en m&ouml;chte, kommt er trotzdem nie bei den richtigen Meinungen an. Er denkt schon recht viel, zumindest im Vergleich zu &auml;lteren Zeiten, nur eben selten <em>selbst</em>. Er ist gewohnt, vorgegebenen Denkmustern zu folgen, welche allerdings vorsorglich mit lauter Fallen gespickt worden sind. Er ist ein extrem schlechter Erkenner von logischen Fehlern, weil bei ihm der Wunsch nach einem angenehmen Resultat w&auml;hrend seiner Denkanstrengung immer dominiert. Seine wissenschaftliche Genauigkeit ist auf &uuml;belstem Niveau, besonders dann, wenn er sich selbst als besonders wissenschaftlich orientierter, aufgekl&auml;rter Mensch ansieht. Ebenso ist er ein au&szlig;erordentlich schlechter Beobachter, weil er auch hier schon vor dem Beobachtungsprozess das erhoffte Resultat zu kennen glaubt. Ohne dass es ihm bewusst ist, hat man ihn zu einem extremen Fanatiker gemacht.&nbsp;<br /><br />Es geht im Umgang mit dem MsM also darum, irgendwie Zugang zu finden zu einem extremen Fanatiker, der sich selbstzufrieden in einer Illusionswelt suhlt. Diesen Zugang kann man aber nur in den Grenzbereichen finden. Einer direktes Eingreifen in das Zentrum der Illusion ist unm&ouml;glich. Grenzbereiche sind aber &uuml;berall dort, wo die Welt des MsM ein wenig wankt. Und das w&auml;re immer dann, wenn es ihm bewusst werden k&ouml;nnte, wie unrecht sein eigener Wohlstand ist, wie zeitlich begrenzt sein eigenes Wohlbefinden ist, wieviel er bereits geopfert hat f&uuml;r seine vermeintlich noch heile Welt, wie unlogisch seine Denkweisen sind, und wie sehr doch die zu beobachtenden Tatsachen seinen festgefahrenen Meinungen widersprechen. Gerade in unserer heutigen Zeit sind diese Grenzbereiche gar nicht so selten erreicht, weil die Anstrengungen des B&ouml;sen immer absurder und somit offensichtlicher werden m&uuml;ssen.<br /><br />Humor war schon immer eine der elegantesten Methoden, um solche Schw&auml;chen aufzudecken, weil der Mensch beim Humor doch noch sp&uuml;ren kann, dass man ihm nicht nur feindlich entgegentritt, sondern sich anstrengt, ihn liebevoll aufzuwecken. Nur denkt der MsM eben bei Humor allzu leicht, dass es sich hierbei nur um eine Kunstform handele, die man im vermeintlich echten Leben nicht ernst zu nehmen haben.<br /><br />Der extremste Bereich, in dem sich die Unf&auml;higkeit des MsM zeigt, wahre Sachverhalte zu erkennen, ist die Medizin. Was hier an Zerst&ouml;rungsarbeit von den Widersacherm&auml;chten geleistet wird, ist zutiefst beindruckend.&nbsp;<br /><br />Ein ebenso interessanter Bereich ist die Politik. Auch hier ist es unfassbar, wie der MsM in alle Fallen tappt.<br /><br />Dann kommt das Zentralbankensystem. Dieses ist bisher vor ihm ganz geheim gehalten worden.<br /><br />Auch der Umweltschutz ist auf sch&auml;ndlichste Weise instrumentalisiert worden, und der MsM glaubt wie immer alle L&uuml;gen.<br /><br />Weiterhin w&auml;re dann alles zu betrachten, was als wissenschaftlicher, technologischer Fortschritt gilt. Auch hier wird Sch&auml;dliches als N&uuml;tzliches verkauft, w&auml;hrend tats&auml;chlich N&uuml;tzliches gar nicht erst ans Licht gelassen wird.<br /><br />Im sozialpolitischen Bereich zeigt sich die Inkompetenz des MsM in voller Pracht, siehe Einwanderungspolitik oder Genderismus.<br /><br />In allgemeinen hat sich der MsM bereits so viele tats&auml;chliche Annehmlichkeiten des Lebens stehlen lassen, dass man es fast nicht glauben kann, dass er all dies nicht bemerkt. Interessanterweise hat sich aber der MsM in den letzten Jahrzehnten aufgespalten in 2 MsM-Typen, in den konservativen MsM1 und den progressiven MsM2. <br /><br />Der konservative MsM ist jetzt als Erster ein wenig aufgewacht, und es rumpelt bereits schwer im Kindergarten des B&ouml;sen. Der progressive MsM hingegen ist noch im aller tiefsten Schlafe, was sich allerdings sehr schnell &auml;ndern k&ouml;nnte. Falls auch er ein wenig aufger&uuml;ttelt werden wird, dann k&ouml;nnten dadurch die Grenzbereiche zum Erwachen wieder mit ganz neuen Kandidaten angef&uuml;llt werden, denen man dann mit Logik und Beobachtungsschulung zur Seite stehen m&uuml;sste.&nbsp;<br /><br /><strong><span><font size="4">Fundamentale Irrt&uuml;mer des MsM</font></span></strong><br /><br />Um sich dem Geisteszustand des MsM anzun&auml;hern, muss man sich an fr&uuml;he Entwicklungsstadien des eigenen Lebens zur&uuml;ckerinnern. Es gibt kaum einen Menschen, der niemals ein MsM gewesen ist. Die Frage ist nur: Wie lange bleibt man ein solcher?<br /><br />Ein gesundes Alter, um zumindest in gewissen Bereichen aus diesem allgemeinen Wahnsinn aufzuwachen, ist mit 6-7 Jahren. Da sollte man als Grundsch&uuml;ler bereits bemerken, dass man nicht ein reines Gruppenwesen sein kann, dass man selbst denken und beobachten muss. Dabei kann hilfreich sein, wenn man schon &auml;u&szlig;erlich nicht perfekt einordnungsf&auml;hig ist, zum Beispiel aufgrund der Hautfarbe, der Nationalit&auml;t, der Religionszugeh&ouml;rigkeit oder auch irgend einer k&ouml;rperlichen Sonderheit. All das ist nicht n&ouml;tig, wenn man sich schon im Elternhaus eine gewisse au&szlig;ergew&ouml;hnliche&nbsp; Pers&ouml;nlichkeit aneignen konnte oder sogar selbst als Seele bereits eine starke Individualit&auml;t zeigt.&nbsp;<br />Sollten all diese Voraussetzungen aber nicht erf&uuml;llt sein, dann kann man das Mainstream-Leben vielleicht noch maximal bis zum 14. Lebensjahr hinausz&ouml;gern. Sp&auml;testens dann m&uuml;sste ein Mensch eigentlich erste Anzeichen von selbstst&auml;ndigem Denken und Beobachten zeigen, was sich dann in pers&ouml;nlichen Meinungen &auml;u&szlig;ern w&uuml;rde.<br />Falls jedoch auch hier das Schicksal es so f&uuml;gt, dass man weiterhin im Mainstream mit schwimmen kann, dann wird es langsam gef&auml;hrlich! Gegen das 21. Lebensjahr zu sollte sich dann irgendwann die Individualit&auml;t des Menschen melden und ihn aus dem reinen Gruppenseelenleben herausreissen. Falls das aber NICHT geschieht, dann haben wir eben das, was man einen MsM nennt. Aus eigener Kraft kann ein solcher dann nur noch unter extremen Bedingungen erwachen. Falls ihm so etwas aber karmisch nicht vorbestimmt ist, dann k&ouml;nnte nur noch eine helfende, liebende Kraft seine Wegrichtung &auml;ndern.<br /><br />Es frage sich also ein Jeder mal selbst, wie lange f&uuml;r ihn folgender Logismus einen Sinn gehabt hat:<ul><li>WENN ICH KRANK BIN, MUSS ICH ZUM ARZT GEHEN.</li><li>WENN ICH SEHR KRANK BIN, MUSS ICH INS KRANKENHAUS</li></ul><br />F&uuml;r die allermeisten Menschen haben diese beiden S&auml;tze weit &uuml;ber das 21. Jahr hinaus noch perfekten Sinn. Es geh&ouml;rt schon recht viel Eigendenken auch in ganz anderen Bereichen hinzu, um diesen Irrtum zu durchschauen. Es kann ein Mensch schon viele andere L&uuml;gen erkannt haben, bevor er die L&uuml;gen des Pharmaindustrie und die Irrt&uuml;mer der Schulmedizin durchschaut. Er muss meist schon in anderen Bereichen sensibilisiert worden sein, um auch in diesem Bereich aufzuwachen. Es ist dies nicht unbedingt der erste Bereich, in dem man erwacht, aber ein besonders wirksamer Bereich, falls man in ihm erwacht. Besonders wirksam deshalb, weil man hier das B&ouml;se besonders gut erkennt. Dass einem jemand die Gesundheit stehlen will, kann nur schwer in eine gute Tat uminterpretiert werden.&nbsp;<br /><br />Es "denkt" also der MsM:<br /><br />Was passiert, wenn ich zum Arzt gehe?&nbsp;<ul><li>DER ARZT GIBT MIR MEDIKAMENTE, DIE MICH GESUND MACHEN.</li></ul>Und wenn sie mich krank machen, wie heisst das dann?<ul><li>NEBENWIRKUNGEN</li></ul>Im Bewusstsein der MsM sind letztere aber selten, und das Risiko ist fast immer gerechtfertigt durch die heilenden Wirkungen des Medikaments.&nbsp;Angeblich haben ja alle Medikamente Nebenwirkungen, zumindest die sogenannten "echten", im Gegensatz zu irgendwelchen alternativen Therapien, die sowieso nicht gegen ernste Krankheiten helfen k&ouml;nnen. Und damit etwas wirken k&ouml;nne, m&uuml;sse man eben etwaige Nachteile in Kauf nehmen, denn alles Wirksame k&ouml;nne halt auch negativ wirken.&nbsp;Darum muss man ja zum Arzt gehen! Denn nur der Arzt k&ouml;nne die Risiken und Vorteile eines Medikaments auch richtig einsch&auml;tzen.<br /><br />Der MsM denkt hierbei gerne an die langwierigen Studien des Arztes, an dessen wissenschaftliche Kompetenz. Damit er dies nie vergesse, pr&auml;sentiert sich ihm der Arzt gekleidet wie ein Priester im weissen Kleid, und wenn m&ouml;glich, auch noch umgeben von beindruckender Technologie, und all das m&ouml;glichst in einem imponierenden Geb&auml;ude genannt Krankenhaus.<br /><br />Es ist tats&auml;chlich nicht leicht, diese &uuml;ble Schauspiel auf einen Blick zu durchschauen, wenn man nicht schon vorher Erfahrungen in anderen Bereichen gesammelt hat. Dabei sind die Angriffspunkte, an denen man ansetzen k&ouml;nnte, doch sehr viele!&nbsp;<br /><br />Um nur einige fruchtbare Denkans&auml;tze zu nennen:<ul><li>ES GIBT AUCH HEILUNGSMETHODEN OHNE NEBENWIRKUNGEN</li><li>ECHTE STATISTIKEN BEST&Auml;TIGEN SELTEN DAS ABSURDE RISIKOKALK&Uuml;L DES ARZTES</li><li>DIE WISSENSCHAFTLICHKEIT DES ARZTES UNTERLIEGT EINDEUTIGEN WIRTSCHAFTLICHEN UND RECHTLICHEN ZW&Auml;NGEN</li><li>DIE MEISTEN SOGENANNTEN WISSENSCHAFTLICHEN GRUNDVORAUSSETZUNGEN MEDIZINISCHEN DENKENS SIND ENTWEDER INEXISTENT ODER FALSCH</li></ul><br />Am Einfachsten zu Durchschauen sollte eigentlich die Korruption in der Politik sein, aber auch hier kann der MsM sogar die offensichtlichsten Betr&uuml;gereien nicht erkennen. Es ist z.B. tats&auml;chlich tief im Volksbewusstsein verankert, dass wir in einer Demokratie leben.&nbsp;<ul><li>DIE POLITIKER WERDEN VOM VOLK GEW&Auml;HLT UND M&Uuml;SSEN SICH VOR DEM VOLK VERANTWORTEN.</li></ul>Diese Ansicht ist selbstverst&auml;ndlich ganz unrealistisch, doch ist der Glaube an sie ein so starker, dass es tats&auml;chlich eine solche demokratische Macht g&auml;be, falls es mal jemand wagen w&uuml;rde, sie tats&auml;chlich zu benutzen.&nbsp;<br /><br />Ein anderer Mythos ist die Freie Marktwirtschaft in einem kapitalistischen System.<br />Obwohl diese beiden Begriffe kontr&auml;r zueinander stehen, wird zumindest im englischen Sprachraum so getan, als ob Kapitalismus identisch mit Freier Marktwirtschaft w&auml;re. In Wahrheit behindern die &uuml;berm&auml;&szlig;igen Kapitalansammlungen den freien Handel &uuml;berall.&nbsp;&nbsp;<br /><br />Weitere Mythen, an die besonders der MsM2 gerne glaubt:<ul><li><font color="#626262">DIE NATURWISSENSCHAFT BESITZT OBJEKTIVE, ALLGEMEIN-G&Uuml;LTIGE WAHRHEITEN</font></li><li><font color="#626262">DER MENSCH IST EIN INTELLIGENTES TIER</font></li><li><font color="#626262">DIE PHYSIK WIRD DEN KLEINSTEN BAUSTEIN DER MATERIE FINDEN</font></li><li><font color="#626262">und neuerdings:&nbsp;ES GIBT KEINE NAT&Uuml;RLICHE UNTERSCHEIDUNG ZWISCHEN MANN UND FRAU, DAS GESCHLECHT IST&nbsp;SOZIAL BEDINGT UND SOMIT&nbsp;EINE FREIE WAHL JEDES MENSCHEN.</font></li></ul><br />Der MsM muss oft noch die ganz einfachen Basiswahrheiten lernen, z.B. dass nicht in jeder Packung das drin ist, was drauf steht. Das gilt ganz besonders f&uuml;r alle gro&szlig;en Organisationen und ihre Programme. Niemand ist weiter vom Ziel einer allgemeinen Gesundheit entfernt als die WHO, nichts ist unsozialer als Sozialismus. Der konservative MsM1 hat dies jetzt als Erster zu durchschauen begonnen, aber nur deshalb, weil all diese Organisationen atheistisch orientiert sind und er ihnen genau deshalb nicht trauen will. Fr&uuml;her, als die f&uuml;hrenden M&auml;chte alle noch die Maske der Religion trugen, war auch der MsM1 blind autorit&auml;tsgl&auml;ubig gewesen. Erst seit der Atheismus alle &ouml;ffentlichen Institutionen &uuml;bernommen hat, hat er zu zweifeln begonnen, ob all das wirklich zu seinen Gunsten eingerichtet werde. Der Grund, warum der MsM2 den offiziellen Institutionen jetzt so fanatisch und leichtgl&auml;ubig folgt, ist ganz derselbe, nur eben vom anderen, dem atheistischen Standpunkt aus gesehen. Der progressive MsM2 glaubt dem Staat und seinen Institutionen gerade deshalb, weil alle Religiosit&auml;t abgestreift worden ist und sich angeblich alles auf Gesetz und Naturwissenschaft st&uuml;tzt. Wie dieses Gesetz und die Naturwissenschaft unterwandert werden, muss ihm erst noch gezeigt werden. Er will es nicht gerne wahrhaben, wie korrupt seine geliebten laizistischen Institutionen sind, weil er sich all zu sehr mit ihnen identifiziert, und zwar immer in einem Oppositionsgef&uuml;hl zum konservativen, kirchlich-christlichen MsM1. Aufgrund desselben Oppositionsgef&uuml;hles war der linke, progressive MsM2 vor noch nicht gar so langer Zeit,&nbsp;<span>in den 70er Jahren,</span> derjenige gewesen, der ein wenig gegen&uuml;ber des Machtsystems aufgewacht war. Eben weil er der Kirche und dem konservativen Lebensstil feindlich gegen&uuml;berstand, vertraute er auch nicht den althergebrachten Institutionen - was ihm dabei half, deren M&auml;ngel erkennen zu k&ouml;nnen. Jetzt, da der Atheismus &uuml;berwiegt, ist er hingegen selbstzufrieden eingeschlafen und st&ouml;rt sich nur noch an regressiven Str&ouml;mungen, welche ihm seine vermeintlich so wertvollen Errungenschaften der Moderne wieder stehlen wollen. Hierbei entwickelt er genau denselben Fanatismus wie fr&uuml;her die Kirchengl&auml;ubigen, und ist zu allem Unrecht bereit, wie einst die Inquisition.<br /><br />Eine M&ouml;glichkeit, um beide Parteien zu vereinen, w&auml;re jene, MsM1 und MsM2, mit der Realit&auml;t von Verbrechen zu konfrontieren, die jenseits aller politischen Diskussion liegen. &nbsp;Es ist vorstellbar, dass dadurch, zumindest tempor&auml;r, die beiden Lager zu einer konstruktiven Zusammenarbeit gebracht werden k&ouml;nnten. Besonders der MsM2 w&uuml;rden dadurch zutiefst schockiert werden. Sein gesamtes bisheriges Weltbild w&uuml;rde einst&uuml;rzen. Einige w&uuml;rden die Illusion aber trotzdem nicht aufgeben wollen - was sie leider zu totalem Irrsinn verurteilen w&uuml;rde. Gro&szlig;e Mengen w&uuml;rden jedoch einem erneuerten Konservatismus folgen.<br /><br />Man darf bei solchen Betrachtungen &uuml;ber ideologische Unterschiede nie vergessen, wie wenige eigentlich die tats&auml;chlichen Atheisten sind. Ein echter Atheist zu sein ist n&auml;mlich eine extrem schwer zu vollbringende intellektuelle Anstrengung! Kein MsM kann wahrhaft echter Atheist sein, weil dazu eine extrem starke Pers&ouml;nlichkeit geh&ouml;ren w&uuml;rde. Der Mainstream-Atheist ersetzt nur den Vatergott des Mainstream-Gl&auml;ubigen durch Naturwissenschaft und Staat. Dieser &Uuml;bergang kann aber nur deshalb geschehen, weil in Wahrheit beide MsM am Christentum als wirklicher Tatsache vorbeigehen. Auch der konservative MsM ist nicht wirklich Christ, er nennt sich nur so. Auch er ist im Grunde ungl&auml;ubig, nur nennt er seine spezielle Form des Atheismus eben Christentum, weil er sowohl eine starke Sympathie f&uuml;r die Figur Jesu Christi als auch f&uuml;r alle Traditionen der christlichen Kultur in sich sp&uuml;rt. Der progressive MsM, der diese Sympathie nicht teilt, erkennt diesen Mangel an authentischer Religiosit&auml;t instinktiv und schlie&szlig;t daraus rebellisch, dass das gesamte Christentum nur eine Schim&auml;re sei. Dabei schlie&szlig;t er die Idee des Sch&ouml;pfergottes nicht immer ganz aus, will ihn aber unbedingt als unerkennbar und substanzlos wissen. Maximal kann er ihn als eine h&ouml;here Frequenz ertragen oder als ethisches Prinzip. Alles traditionell &uuml;berlieferte geistige Wissen ist f&uuml;r ihn nur ein Kinderm&auml;rchen. <br /><br />Der konservative und der progressive MsM sind sich in ihrer religi&ouml;sen Oberfl&auml;chlichkeit gar nicht un&auml;hnlich. Trotzdem ist es wichtig, dass der traditionelle Christ weiterbesteht, solange bis ein tiefgr&uuml;ndigeres Christentum ein gr&ouml;&szlig;ere Verbreitung gefunden hat. Man kann w&auml;hrenddessen den konservativen Christen leider nicht davon erl&ouml;sen, pausenlos durch den atheistisch orientierten Progressiven angezweifelt zu werden. Ebenso kann man es dem progressiven Atheisten nicht ersparen, dass es Menschen gibt, die an den biblischen Gott glauben. Dieser Kampf muss also weiterhin bestehen bleiben. <br /><br />Es geht also prim&auml;r darum, auf kulturellem Wege zu erreichen, dass zumindest die aller fundamentalsten Regeln des vern&uuml;nftigen Denkens und selbstst&auml;ndigen Beobachtens von beiden Gruppen eingehalten und respektiert werden, und zwar nicht nur unter den Extrembedingungen einer &ouml;ffentlichen Diskussion, sondern aus freiwilliger, pers&ouml;nlicher Gewohnheit heraus, genauso wie es die k&ouml;rperliche Reinlichkeit sein sollte. Potenziell w&auml;ren die Menschen dazu in der Lage, leider halten sie sich oft nicht daran, sobald sie eine M&ouml;glichkeit sehen, der Bequemlichkeit nachzugeben, nicht f&uuml;r das eigene Leben verantwortlich sein zu m&uuml;ssen.&nbsp;<br />Jeder m&uuml;sste also seinen eigenen gesunden Menschenverstand benutzen lernen, kombiniert mit einem gewissen Glauben an den Wert der Wahrheit, egal ob man letzterer einen moralisch-religi&ouml;sen oder nur philosophisch-wissenschaftlichen Wert beimessen m&ouml;chte. Eigendenken und Grundvertrauen ins Gute - das k&ouml;nnte den MsM letztendlich befreien.&nbsp;<br /></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>